Wir über uns

bewegte Schule

„Alles Leben ist in Bewegung.“ Heraklit
Schon vor etwa 2500 Jahren also ordnete man dem Leben als wesentliches Merkmal die Bewegung zu. Ein antikes Ideal, von Juvenal formuliert, postuliert einen „gesunden Geist in einem gesunden Körper“.
In diesem Sinne will eine Bewegte Schule der Bewegungsarmut unserer Kinder in der heutigen Zeit entgegenwirken. Die Ursachen dieses Bewegungsmangels sind vielfältig:
Der Bewegungsraum der Kinder wird immer mehr eingeschränkt. Der Wald oder Wiesen, Felder und Bachläufe gaben früher noch zahlreiche Anlässe, Bewegungserfahrungen in der Natur zu sammeln. Berufliche Anforderungen an die Eltern, gestiegene Gefahrenpotentiale oder eine zunehmende „Verstädterung“ erschweren dies heute immer mehr.
Ein stetig wachsender Medienkonsum raubt den Kindern auch immer mehr die Bewegungszeit.
Nicht zuletzt eine ungesunde Ernährung in Verbindung mit Übergewicht erschwert es unseren Kindern, ihrem natürlichen Bewegungsdrang zu folgen.

Diesen Einflussfaktoren will die GS-Sechsmorgen etwas entgegensetzen:
Es soll regelmäßig ein gesundes Frühstück unter Mitwirkung der Eltern organisiert werden.
Das tägliche Frühstück der Kinder, sowie deren mitgebrachte Getränke sollen die Kriterien einer gesunden Ernährung erfüllen.
Unterrichtseinheiten zum Thema „gesunde Ernährung“ sowie der Erwerb eines „Ernährungsführerscheins“ sollen die Kinder befähigen, einmal selbst Verantwortung für ihre Ernährung in einem positiven Sinne zu übernehmen.
Ein reichhaltiges Sportangebot (Sport-AGs in Kooperation mit Zweibrücker Sportvereinen, Bewegungsparcours, freie Bewegungszeiten…) soll helfen, Wahrnehmungsstörungen (Zusammenhang mit motorischen Defiziten!) zu mindern, Haltungsschäden vorzubeugen und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
Eine Verzahnung von Lernen und Bewegung soll Synergieeffekte beider Bereiche nutzen.

Aber auch im übertragenen Sinne soll Bewegung in unserer Schule sein. Da alles ständig in Bewegung ist, wäre ein „Stillstand ein Rückschritt“. Eine sich ständig verändernde Welt stellt immer neue Anforderungen an uns und unsere Kinder. Nur eine offene Schule kann reagieren und äußere Einflüsse aufnehmen. Daher legen wir bei der Gestaltung unserer Schule großen Wert auf die Mitwirkung der Kinder und der Eltern.

 

Werteorientierung

„Werterziehung ist Erziehung zum bewussten Leben. Die Erziehung dazu, eigene  Entscheidungen als solche wahrzunehmen und zu lernen, sie sachlich, sittlich und sinnvoll begründet vorzunehmen.“ Prof. Dr. Volker Ladenthin (Erziehungswissenschaftler)

Das bedeutet, Wissen ist zwar eine unverzichtbare Grundlage. Aber ohne eine innere Haltung, basierend auf allgemein anerkannten Werten, können wir Informationen, mit denen wir im Internet-Zeitalter geradezu überflutet werden, nicht richtig einordnen und bewerten.

„Intelligenz ohne Werte ist gefährlicher
als ein Revolver ohne Waffenschein.“ Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger (deutscher Chemiker)

„Bildung jeder Art hat doppelten Wert, einmal als Wissen, dann als Charaktererziehung.“ Herbert Spencer (englischer Philosoph und Soziologe)

Eine einseitige Wissensvermittlung wäre also zu wenig. Neben kognitiven Lernzielen und körperlicher Gesundheit kommt es eben auch auf die innere Haltung eines Menschen an. Toleranz und Respekt vor Andersdenkenden sind wichtige Grundlagen unserer Demokratie. Neben diesen grundlegenden Werten sollen den Kindern auch demokratische Strukturen nahegebracht werden. Durch unterschiedliche Formen der Schülervertretung (Klassensprecher, Klassenrat, Schulsprecher) sollen sich die Kinder auch selbst in der Praxis der Demokratie üben.

Um in einer Demokratie seine Überzeugung auch wirksam vertreten zu können, benötigt man Rückgrat. Eine Meinung sinnvoll zu vertreten, auch wenn es gerade nicht opportun erscheint, erfordert Mut. In diesen Sinne wollen wir die Kinder auch ermutigen.

 

Toleranz, Respekt vor Andersdenkenden

„Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.“ Winston Churchill

„Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.“ Otto von Bismarck

 

Höflichkeit

Eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Miteinander ist Höflichkeit. Diese ist natürlich keine Einbahnstraße. So sollen höfliche Umgangsformen nicht nur von den Kindern abverlangt, sondern ihnen auch vorgelebt und entgegengebracht werden.

Hier einige Zitate berühmter Menschen zu diesem Begriff:

„Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag zwar nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.“ Arthur Schopenhauer

„Höflichkeit bezwingt; ein Lächeln besticht.“ Emil Baschnonga (Schweizer Schriftsteller)

„Höflichkeit ist der Sicherheitsabstand, den vernünftige Menschen einhalten.“ Maurice Chevalier

Dies dürften insbesondere Lehrerinnen und Lehrer bestätigen:

„Leserlichkeit ist die Höflichkeit der Handschrift.“ Friedrich Dürrenmatt

Leistungsbereitschaft

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“ Albert Einstein

„Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.“ Danny Kaye

 

Rückgrat

„Die Wirbelsäule stützt den Körper,

das Rückgrat den Menschen.“ Justus Vogt

 

gesunde Lebensführung

„Ehrfurcht vor dem Leben ist die Grundlage aller Werte.“ Else Pannek (deutsche Lyrikerin)

Das Leben als Wert an sich zu begreifen, beginnt bei der Achtung vor der eigenen Gesundheit. Wer sich selbst achtet, kann auch die körperliche Unversehrtheit und Gesundheit anderer respektieren.

Eine effektive Gesundheitserziehung, die Sport und eine gesunde Ernährung miteinander verbindet, scheint uns ein wichtiger Baustein in der Bildung unserer Kinder zu sein.